Behandlungen

Hier finden Sie verschiedene lasermedizinische Behandlungstypen.

Kleinchirurgie

In der Kleinchirurgie werden ablative Laser – vorwiegend der CO2 Laser – verwendet. Sie können Gewebe vaporisieren (verdampfen) oder schneiden. Durch den Superpuls, bei dem die Energie in Sekundenbruchteilen auf- und abgebaut wird, kann dank geringerer Gewebeerhitzung schmerzarm vaporisiert werden. Das Gewebe wird blutungsarm und schonend für die Umgebung abgetragen. Das Hautkollagen wird durch die Einwirkung des Laserstrahls verkürzt und neu geordnet, was eine Hautstraffung bewirkt. Mit diesen Lasern können gutartige Hautgeschwülste wie Fibrome, Warzen/Alterswarzen oder Fetteinlagerungen an den Lidern, Lichtschäden, Verhornungen usw. behandelt werden. Leberflecken bzw. Muttermale sollten nicht gelasert werden. Hier ist eine klassisch chirurgische Entfernung, bei der eine Histologie gewonnen wird, die Methode der Wahl. Um zu unterscheiden, ob man einen Pigmentfleck lasern darf oder nicht, bedarf es einer dermatoskopischen Untersuchung durch einen Facharzt für Dermatologie.

Faltenglättung, Hautstraffung und Narben

Zur Behandlung von Falten werden verschiedene Methoden häufig kombiniert angewandt. Das klassische Skinresurfacing wurde in den letzten Jahren fast vollständig von den fraktionierten Lasertechniken verdrängt. Hierbei werden sehr viele, meist nur 1/10 mm durchmessende Löchlein in die Haut geschossen. Diese Löchlein stimulieren eine flächige Hauterneuerung. Da der grösste Teil der Haut “unverletzt” bleibt, ist die Heilung sehr schnell, meist sogar über ein Wochenende. Die unter der Oberhaut ablaufenden Regenerationsprozesse, in deren Folge neues Kollagen gebildet wird, ziehen sich über Wochen bis Monate hin und bewirken eine kontinuierliche Verbesserung des Hautbildes. Bei tieferen Falten werden neben Lasern auch so genannte Filler (meist Hyaluronsäure) zur Unterspritzung und/oder Botulinumtoxin eingesetzt. Volumenverluste werden ebenfalls meist mit Hyaluronsäurefillern ausgeglichen. Eine ausführliche Beratung hilft die im Einzelfall optimale Behandlungsmethode zu finden. Auch unschöne oder mechanisch störende Narben lassen sich mit den Fraktional-Laser-Methoden oft deutlich verbessert. Lassen Sie sich von einem Spezialisten für diese Methoden beraten!

Haarentfernung

Für die Haarentfernung werden Laser und Blitzlampen (IPL) teilweise kombiniert mit Radiofrequenz, also Strom, verwendet. Alle diese Systeme sind mittlerweile jahrelang erprobt und führen zu einer anhaltende Haarreduktion. Allen ist gemeinsam, dass aus biologischen Gründen pro Sitzung immer nur maximal 20% der Haare zerstört werden können und dunkle Haare am besten ansprechen.  Muttermale sind bei diesen Behandlungen auszusparen. Wenn Sie sich für eine solche Behandlung entscheiden, so beachten Sie bitte, dass Sie vor und während der Laserbehandlung Haare ausschliesslich per Rasur entfernen sollten. Bitte erscheinen Sie immer gut rasiert zu Ihren Behandlungssitzungen.

Vasculäre Veränderungen

Für vasculäre Veränderungen werden verschiedene Lasersysteme benutzt. Besonders gut sprechen Teleangiektasien (ausgeweitete Äderchen), Hämangiome (Blutschwämmchen) sowie die Couperose an. Schwieriger erweist sich die Behandlung von Besenreisern, da hier häufig teilweise unerkannte zuführende Venen das Resultat verschlechtern. Die Laserbehandlung von Besenreisern kann eine Sklerotherapie sinnvoll ergänzen.

Pigmentierte Veränderungen

Die Behandlung von pigmentierten Veränderungen, vor allem Muttermalen, ist problematisch. Generell gilt: Muttermale sollen primär untersucht, kontrolliert und nicht gelasert werden. Sollte eine Entfernung in Ausnahmefällen doch einmal erwünscht sein, muss vorher genau abgeklärt werden, ob es sich nicht um eine bösartige Veränderung handeln könnte. Ergibt aber die Untersuchung durch einen Facharzt für Dermatologie eine eindeutig gutartige Geschwulst, wie zum Beispiel eine Alterswarze, so kann diese sehr gut und meist narbenfrei mit einem ablativen Laser oder einem q-switched Laser entfernt werden.